(Dieser Artikel enthält keine konkreten Spoiler) Gestern Abend war ich mit drei netten Damen in Will Smith` aktuellem Streifen „Hancock“. Meiner Erwartungen an den Film waren nicht sonderlich hoch und ohne Sonjas Anstoß wäre ich vermutlich auch nicht ins Kino gegangen. Will Smith selbst hat mir in seinen Filmen immer gut gefallen, aber schon sein letzter Film „I am Legend“, konnte mich so gar nicht überzeugen.
Wie bei einer Comicverfilmung zu erwarten, ist vieles alles andere als wasserdicht. Am meisten stieß mir auf, dass jeder Hancock kennt, weiß dass er übernatürlich stark und scheinbar unverwundbar ist. Doch trotzdem legen sich handelsübliche Ganoven immer wieder so mit ihm an, als sei er ein ganz normaler Kerl, nur damit der nächste Gag untergebracht werden kann. Das Kino hat dann zu großen Teilen trotzdem gelacht, scheint also zu klappen. Für mich war es ein Minuspunkt.
Auf der anderen Seite konnte dieser Film, der im Groben einem 08/15-Schema folgt, zumindest an einer Stelle mit einer ziemlich coolen Überraschung aufwarten, die so auch aus den Vorschauen überhaupt nicht abzusehen war. Teile des Endes fand ich dann für seiche Popcorn-Unterhaltung ziemlich heftig und aufreibend. So angespannt war ich seit „The Hills Have Eyes 2“ in keinem Film mehr. Ein nach meiner Meinung unpassender Bruch.
Trotz der ganzen Kritik habe ich viel geschmunzelt, gelacht und habe mich prima unterhalten gefühlt. Man muss diesen Film nicht unbedingt gesehen habe, aber eine Empfehlung sprechen ich dennoch ganz klar aus. Die Mädels waren allerdings nicht so begeistert. Aber wieviele sieht man auch schon mit Comics herumlaufen? ;-)